Pflege und Therapie

Das Haus verfügt über ??? Pflegeplätze inklusive ? Kurzzeitpflegeplätze. Bei Demenzerkrankungen wird eine spezielle Betreuung in einem besonderen Wohnbereich angeboten. Es wird qualifizierte, liebevolle Pflege und individuelle Betreuung in allen Pflegestufen angeboten. Unser Pflegepersonal setzt sich überwiegend aus examinierten Fachkräften der Alten- und Krankenpflege zusammen.

Pflegenote:

Seit der gesetzlichen Einführung im Jahr 2009 ist jede Pflegeeinrichtung in Deutschland inzwischen nach der neuen Bewertungssystematik nach Noten durch die Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) geprüft worden.

Aktuelle Pflegegesamtnote: ?,?

Kurzzeitpflege

Auch wer nur für eine kurze Zeit – und das in aller Regel plötzlich – Hilfe und Pflege benötigt, hat Anspruch auf professionelle Betreuung. Dies gilt auch, wenn der pflegende Angehörige geplant durch Urlaub oder einen Krankenhausaufenthalt mal eine Auszeit braucht.

Manchmal wird eine Kurzzeitpflege auch nötig, wenn sich während eines Krankenhausaufenthaltes der optimale Gesundheitszustand noch nicht wieder eingestellt hat. Mit unserer rehabilitativen Ausrichtung machen wir Sie nach Ihren Möglichkeiten wieder fit für zu Hause!

Die Leistung der Pflegeversicherung für die Kurzzeitpflege unterscheidet sich betragsmäßig nicht nach Pflegestufen, sondern steht unabhängig von der Einstufung allen Pflegebedürftigen in gleicher Höhe zur Verfügung. Die Höhe der Leistung beträgt bis zu 1.??? Euro im Jahr von der Pflegekasse für bis zu vier Wochen pro Kalenderjahr. Sie kann auf bis zu acht Wochen verlängert werden, wenn noch Anspruch auf Verhinderungspflege besteht.

Sprechen Sie uns bitte an und in einem persönlichen Kontakt können alle organisatorischen Einzelheiten besprochen werden.

Therapien

Die Beschäftigungs- und Ergotherapeutinnen leisten eine aktivierende Arbeit: Morgengymnastik, Spiele, Bastelarbeiten, Lesen und Spazierengehen. Gezielte gymnastische Übungen übernimmt die Krankengymnastin; die Ergotherapeutin hilft den Bewohnern mit Gehhilfen, Rollstühlen und anderen Hilfsmitteln umzugehen.
Den Bewohnerinnen und Bewohnern wird die Möglichkeit gegeben, den Tag aktiv zu erleben und selbst mitzugestalten. Neben dem Pflegealltag sollen die vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten genutzt werden, hierzu bietet das Team der Ergotherapie einen Wochenplan an, darüber hinaus finden jahreszeitliche Aktivitäten statt.

Das Angebot erstreckt sich auf die Beschäftigung mit kreativen Medien, Gedächtnistraining und -spiele, Bewegungsgruppen, das gemeinschaftliche Singen, Handarbeits- und Kochgruppen, bis hin zur gezielten Einzelbetreuung durch die Therapeutin.

Um die Bewohnerinnen und Bewohner für ihren Tagesablauf zu mobilisieren oder ihre akuten oder chronischen Beschwerden zu lindern, steht ihnen neben dem Pflegepersonal und den Ergotherapeuten ein qualifiziertes, freundliches Team aus Physiotherapeutinnen und Therapeuten zur Seite.

Gemeinsam erarbeiten sie persönlicheTherapieziele, häufig steht die Verbesserung der körperlichen Einschränkungen oder der Erhalt körperlicher Fähigkeiten nach einer Erkrankung im Vordergrund. So aktivieren sie etwa gelähmte Körperseiten, kräftigen geschwächte Muskulatur, trainieren und verlängern die Gangfähigkeit, unterstützen beim Erlernen von Transfers, wie das Umsetzen vom Bett auf einen Stuhl oder verbessern die Kompetenz im Umgang mit Hilfsmitteln wie Stützen, Rollator oder Rollstuhl.

Mit Musiktherapie kann eine Art der Verständigung gelingen, die keine Sprache benötigt. Musik erreicht ohne den Umweg über das Denken die Gefühle, die unabhängig von der körperlichen und geistigen Verfassung bis zuletzt erhalten bleiben. Mit bestimmten Melodien verbindet jeder Mensch Details aus seiner Biografie.

Durch das Erleben der Musik werden Erinnerungen und damit verbundene Emotionen reaktiviert, so dass der demenzkranke Mensch sich während der Musiktherapie für Momente als heil und ganz erfährt. Die Wiederentdeckung automatisierter Fähigkeiten und die Wiederbelebung der emotionalen Fähigkeiten schaffen das Gefühl von Identität und damit Selbstvertrauen und Lebensqualität.

Gruppenmusiktherapie mit Demenzkranken:

Es wird die musikalische Sozialisation der Menschen berücksichtigt, indem „deren“ bekannte Musik, Lieder und Schlager in den unterschiedlichsten Formen aufgegriffen werden. Beim gemeinsamen Musizieren und Liedersingen verbindet das Finden eines gemeinsamen Rhythmus die Musizierenden. Auch durch das Finden derselben Tonhöhe entsteht Zugehörigkeit. Die aus der Biografie vertraute Melodie hat sich bei den Menschen tief eingeprägt, so dass auch Texte wie selbstverständlich erinnert und auch von verstummten Demenzkranken gesungen werden. Die Musiktherapie findet in Gruppen und Einzeltherapien statt.

Der Therapienutzen vom kontrolliertem Kontakt mit Tieren ist wissenschaftlich belegt, findet in Deutschland regen Anklang, doch wird sie in der Regel von den Krankenkassen nicht bezahlt. Besonders beliebte Tiere für verschiedene Therapieformen sind Pferde, Delphine und Hunde. Letztere sind fester Bestandteil in der „Neuen Heimat“.

Regelmäßig ist Therapiebegleithündin Ayla bei den Bewohnern im Einsatz.

Die Therapeutin baut die Fähigkeiten des Hundes in ihre Arbeit mit den Seniorinnen und Senioren ein, der Hund hat eine Mittlerfunktion. Er schafft Vertrauen und vermittelt den Bewohnern Sicherheit. Allgemeine Ziele der tiergestützten Therapie sind

  • die körperlichen, kognitiven und emotionalen Funktionen wiederherzustellen und zu erhalten
  • die Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung von Aktivitäten und Handlungen zu fördern
  • das Einbezogen seins in die jeweiligen Lebenssituation zu fördern

Und das subjektive Wohlbefinden zu verbessern.

Von allen Tieren eigenen sich Hunde besonders gut für die Therapie, da sie sehr stark auf Menschen zugehen, kontaktfreudig sind, mit Menschen kommunizieren wollen, den Menschen zum Spielen und Körperkontakt geradezu auffordern und sehr anpassungsfähig sind. Gerade bei ängstlichen, verschlossenen, gehörlosen oder mit Sprachstörungen belasteten Bewohnern kann die nonverbale Kommunikation mit Tieren therapeutische Wirkung haben. Die Menschen erleben durch das Tier eine Stimmungsänderung, eine Steigerung der Motivation und werden ermuntert, mit der Umwelt in Kontakt und Kommunikation zu treten. Es erfolgt durch die Therapie mit Tieren nachweislich eine Antriebsteigerung, eine Verminderung von Schmerzen, Blutdrucknormalisierung und eine deutliche Verbesserung des eigenen Körpergefühls.

Demenz

Pflege von Menschen mit Demenz

Für die zusätzliche Betreuung von Menschen mit Demenz stellt die Krankenkasse finanzielle Mittel zur Verfügung. Diese Zusatzleistungen ermöglichen den Einsatz von weiteren entsprechend qualifizierten Mitarbeiterinnen.

Auf unserem Wohnbereich Amrum bieten wir Bewohnerinnen und Bewohnern mit Demenz eine besondere Betreuung in drei Tagesräumen an. Präsenzkräfte und Betreuungskräfte sind in diesen drei Räumlichkeiten Gastgeber und bieten unseren Bewohnerinnen und Bewohnern Orientierung. Diese Räume sind täglich vom Frühstück bis zum Abendbrot der Treffpunkte für unsere Menschen mit Demenz. Über die gemeinsamen Mahlzeiten hinaus gibt es Beschäftigungs- und Freizeitangebote, die den Tag strukturieren.

Auf dem Wohnbereich haben unsere Bewohnerinnen und Bewohner auf einem Rundweg ausreichend Raum für den jeweils individuellen Bewegungsbedarf. Der überdachte Innengarten lädt bei Sonne und Regen zum Verweilen ein.

Der Außenbereich ist ein beschützender Garten mit Hochbeeten, Bäumen und Blumengarten. Vor allem im Sommer lädt die Anlage zum Spazieren oder einem Sonnenbad ein.

Lokale Allianzen

Bis zu 1,6 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. In Schleswig-Holstein leben z.Zt. 60 000 Betroffene. Deren Unterstützung gehört zu den vordringlichen Herausforderungen für unsere Gesellschaft – von der großen Politik in Berlin bis zur Kommune, in der die Menschen leben.

Wir brauchen vor Ort Strukturen, die Erkrankten und ihren Familien helfen, trotz Demenz ihren Alltag so normal wie möglich weiter zu leben. Die Kommune ist der Ort, an dem wir alle direkt Einfluss auf die Gestaltung unserer Lebensbedingungen nehmen. Es geht dabei um die Bündelung und Vernetzung der Potenziale von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Gewerbe, Bildungseinrichtungen, Politik und Kommunalverwaltung. Gemeinsam mit 18 Kooperationspartnern hat sich die Neue Heimat zum Ziel gesetzt, die Lebenssituation der Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen dauerhaft zu verbessern.

Jeder von uns kann an einer Demenz erkranken und soll trotzdem die Möglichkeit haben auch weiterhin am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben.

Die Kooperationspartner wollen mit verschiedenen Veranstaltungen und Maßnahmen für eine Sensibilisierung der Bevölkerung für dieses Thema sorgen, aber auch ganz konkret Hilfsangebote insbesondere für Angehörige Demenzkranker öffentlich machen. Der Umgang mit dieser Erkrankung soll selbstverständlicher und leichter werden.

Treffen der Angehörigengruppe „Alltag mit Demenz“, jeden 3. Samstag im Monat um 14.30 Uhr im Pavillon in der Seniorenwohnanlage Am Park,  Am Park 1, 24782 Büdelsdorf. Gerne können Sie Ihren an Demenz erkrankten Angehörigen mitbringen, es wird eine Betreuung angeboten. Bitte melden Sie sich bei den Ansprechpartnerinnen an.

(Nicht nur für Angehörige der Seniorenwohnanlage.)

Ansprechpartner

Kerstin Delfs:
Email: kerstin.delfs@bruecke.org,
Tel.: 0172 – 45 44 082
(Projektleiterin Lokale Allianz)

Teresa Nogueira:
Email: teresa.nogueira@bruecke.org,
Tel.: 04331 – 3437-107
(Ergotherapeutin Büdelsdorfer Seniorenwohnanlage Am Park)
Einzelgespräche möglich.